Duftfreie Pflege - Reizfreie Pflege

Manchmal ist weniger mehr.

Besonders dann, wenn Deine Haut (und ja, dazu gehört selbstverständlich auch die Kopfhaut) zicken macht und hochsensibel reagiert.

Die Symptome sind hier sehr vielfältig:

Von trockener Haut, über eine erhöhte Talg- und Schuppenbildung, über Juckreiz und Spannungsgefühl bis hin zu Ausschlägen und Ekzemen kann alles dabei sein.

Aber was tun, wenn alles aus dem Gleichgewicht geraten ist und wir nicht weiter wissen? Da ist guter Rat teuer, bzw. ist es meist eher so, dass die vielen gut gemeinten Ratschläge schnell sehr teuer werden können.

Nämlich dann, wenn wir dazu verleitet sind, eine neue Creme und Reinigungslotion nach der anderen zu kaufen, weil sie der Bekannten, der wir beim Plausch im Supermarkt gerade unser Leid geklagt haben, so gut geholfen hat. Oder die Zahnarzthelferin, die nach einem Blick auf unsere vermeintliche "Maskne" auch guten Rat weiß.

Oder weil Firma XY in der Google Anzeige genau dieses Problem anspricht und wir in den wattig schönen Produktbeschreibungen herauslesen können, dass deren Hyaluron Serum genau das eine Produkt ist, dass alles ändern wird.


*Kurze Randnotiz: Hyaluron ist erstens eine Säure, und schon der Name verrät, dass manch sensibles Häutchen das vielleicht gar nicht mal so gut verträgt und zweitens ist Hyaluron in allen möglichen Varianten (nieder-, hoch- oder sonst wie Molekular) in so vielen Produkten vorhanden, dass die Haut hier ganz schnell eine viel zu hohe Dosis abbekommt!*


Und mit jedem neuen Pflegeprodukt, dass wir verzweifelt zwei Wochen auf unsere Haut geben, in der Hoffnung, dass das strahlende Hautbild endlich anzutreffen ist beim nächsten Blick in den Spiegel, sinkt die Hoffnung auf gesunde Haut, wenn wir feststellen, dass anstatt trockener Stellen plötzlich rote Pickelchen sprießen.


Für die Kopfhaut gilt übrigens gleiches. Wir setzen zwar in erster Linie unser Haar durch färben, aufhellen, Hitzebehandlungen und Styling vielen Strapazen aus, doch versuchen wir diese meist durch Shampoo in den Griff zu bekommen. Dabei wird das Shampoo hauptsächlich in die Kopfhaut einmassiert. Da kommt ganz schnell eine beträchtliche Mixtur an Wirkstoffen zusammen, die selbst die robusteste Kopfhaut mal aus dem Gleichgewicht bringt.

Die Folgen? Schnell fettende Ansätze oder trockene Schuppen. Manchmal auch einfach alles zusammen.


Aber was ist eigentlich eine in Takte (Kopf-) Haut?


Eine gesunde Haut ist in der Lage sich selbst zu regulieren. Das bedeutet, dass sie genügend Talg produziert, um elastisch zu sein und kein Spannungsgefühl entsteht. Dabei über- fettet die Haut aber nicht, sondern ein einfaches Waschen mit Wasser oder mildem Reiniger genügt, um sie zu säubern.


Recht kurz und knapp diese Aussage, oder?

Aber so einfach ist das nun mal. Die Haut ist ein echtes Wunderwerk und die Natur hat das alles perfekt eingerichtet. So von wegen Talg- und Schweißdrüsen und so. Die haben nämlich tatsächlich die tolle Funktion, einen ganz natürlichen Pflegestoff abzusondern und zu verflüssigen und zu verteilen. Ich weiß, das klingt jetzt irgendwie nicht so lecker. Aber so ist der Körper und dessen Funktionen angelegt und das ist wirklich sinnvoll.


Für Haar und Kopfhaut funktioniert es z.B. seit jeher prima, täglich ausgiebig mit einer Naturborsten Bürste zu bürsten. Das glättet die Haarschicht und verteilt unser körpereigenes und effektives Haarserum. Klingt schon besser, oder? Obwohl ich hier immer noch vom Kopfhaut Talg spreche.


Da wir aber doch mal zum Sport gehen und vermehrt schwitzen, oder Make-up tragen, dass ausschließlich mit Wasser nicht zu entfernen ist, greifen wir verständlicher Weise dann doch zu Mittelchen, um uns richtig sauber und wohl zu fühlen. Und direkt im Anschluss zur Creme oder Haarspülung, um das trockene Hautgefühl los zu werden oder um glatter auszusehen.

Ich verstehe das absolut und auch ich bin ein absolutes Werbe- und Verpackungsopfer.

Wenn mir ein rosy Glow oder eine glänzend glatte Mähne a lá Pocahontas versprochen wird, bin ich die Letzte, die da immun weg schaut.

Aber inzwischen habe ich gelernt, ganz genau hin zu schauen.

Und das kannst Du auch!


Denn unsere Haut ist wirklich in der Lage sich selbst zu helfen.

Wenn wir sie dabei mit guten Produkten unterstützen, um so besser.

Aber gerade dann, wenn Du zu Irritationen neigst (so wie ich auch), egal ob am Kopf oder am Körper, sind hochwertige und möglichst minimalistische Produkte umso wichtiger.

Mit minimalistisch meine ich, dass eine extrem lange Liste der Inhaltsstoffe nicht automatisch bedeutet, dass die vielen Inhaltsstoffe auch viel helfen. Im Gegenteil.

Meist ist unsere Haut mit dieser Masse an Stoffen schlichtweg überfordert und viele der versprochenen Wirkstoffe stecken sowieso nur noch in Spuren im Produkt. Eben viel zu gering, um der Haut zu nützen, aber immer noch soweit vorhanden, dass es die Haut in Summe irritiert.

Wenige und dafür hochwertige Inhaltsstoffe sind hier mMn wirkungsvoller. Und meist ausgeglichener dosiert.